Solo Exhibition Universität Bayreuth

FOYER RW1 13.05.2013 – 31.05.2013

Die Werke von Steven P. Carnarius zeigen zum einen, wie vielschichtig seine Arbeit als Fotograf und Designer ist, zum anderen, wie wandlungsfähig und einfühlsam er hinter der Kamera agiert. Im Bereich der Werbefotografie und der Entwicklung von Corporate Identities zeigt er Gespür für Ideen und Konzepte seiner Kunden, im Portraitbereich überrascht er zuweilen mit einem sehr sinnlichen Blick und mit einem ausgeprägten Sinn für Ästhetik. Vor allem in dieser Gattung Portrait lässt er sich gern von Hollywood-Fotografie der 50er Jahre sowie von klassischer Modefotografie inspirieren und erschafft darauf neue Originale. Seinem sensiblen Auge ist es geschuldet, dass ihm sowohl mit professionellen Models als auch mit Laien gleichbleibend eindrucksvolle Arbeiten gelingen. Die Vielgestaltigkeit seiner Bilder erfährt der Betrachter besonders nachdrücklich, wenn er hier Anklänge an Portraitmalerei des 16. Jh. wahrnehmen und dort Zeuge einer durchzechten Partynacht werden kann. All seinen ausdrucksstarken Portraits ist zu Eigen, dass sie eine Geschichte erzählen, der Carnarius mit dem Spiel mit Farbigkeit, Licht und Schatten Nachdruck verleiht. Auf diese Weise versieht er seine Werke mit einem sehr persönlichen, künstlerischen Duktus. Vera Mamerow, Kunsthistorikerin 

Presse

Heute Nachmittag übergab der Fotograf und Designer Steven P. Carnarius zwei großformatige Fotografien an den Direktor der Universitätsbibliothek Ralf Brugbauer (Mitte, auf den Knien.). Carnarius war bei über 30 Grad extra aus Berlin angereist, um seine Bilder ‚Diana‘ und ‚Lorenzo‘ zu signieren. Auch wollte er schauen, wo die Bilder ihren Platz erhalten werden, damit sie künftig die Lernumgebung der Studierenden verschönern. ‚Diana‘ wird in der Universitäts-Teilbibliothek des Gebäudes RW II ihren Platz finden, dort, wo sie auch viele Studierende sehen und in den Kunstgenuss kommen können. „Diana ist meine Berliner Freundin. Sie mag den Stil der 1920-er Jahre und daher habe ich sie im Berliner ‚Adlon‘ fotografiert“, erzählt Carnarius. Ralf Brugbauer gefällt ‚Diana‘ ganz besonders, das Bild erzähle eine Geschichte und bekommt tatsächlich auch einen Platz am Fenster, damit sie hinausschauen könne… Steven P. Carnarius stammt aus dem Thüringischen Gera, der Stadt Otto-Dix‘. Und etwas Malerisches haben tatsächlich auch die Fotos des 28-Jährigen Künstlers: er bearbeitet seine Fotografien mit einer besonderen Technik, wodurch sie eine Oberflächenstruktur und vermeintliche Haptik erhalten. „Diese Technik bzw. die ‚dritte Dimension‘ meiner Fotografien ist schon so etwas wie mein Markenzeichen geworden“, erläutert der sympathische junge Selfmade-Künstler. Denn Fotografie und Design waren Steven P. Carnarius nicht in die Wiege gelegt: Ganz zufällig wurde er, nachdem er seinen Kaufmann ‚gemacht‘ hatte, zum Designer und Fotografen. Das tut er nun schon zehn Jahre und mit großem Erfolg! Er hat Auftraggeber in Berlin, Hamburg und München, in Salzburg, London und Valencia. Zum Auftanken und Luftholen kommt der Tausendsassa aber immer wieder ins fränkische Bamberg zurück. Hier ist seine Heimat und von hier startet er auch stets wieder in die Welt zu neuen fotografischen Abenteuern. Und wer weiß, so talentiert und zielstrebig wie er ist, vielleicht wird er ja einmal genau so berühmt wie Otto Dix!